OFF GRID

Independent Foto
Festival Wien

29. - 31.10.2020
DIE SCHÖNE,
1160 WIEN

Sabine Jelinek

TRANSFIGURATION 2003-09

Die Fotografien Sabine Jelineks erweisen sich wiederholt als ein komplexes Modell von erweiterten Selbstporträts, die den eigenen Körper, die Rolle als Künstlerin sowie spezielle Erlebnisse und Wahrnehmungen reflektieren. Dazu gehört etwa der Umstand, dass Jelinek seit ihrer Kindheit mit dem plötzlichen Auftreten von Nasenbluten konfrontiert ist. Die Fotoarbeit „Transfiguration“ vermittelt diese konkrete Situation in Form eines Selbstporträts mit Kamera, die in der Frontalansicht der Künstlerin fast ausnahmslos als apparatives Auge funktioniert. Für die Serie wählte Jelinek den Gesamttitel „Transfiguration“, der in seiner ursprünglichen Wortbedeutung, „Verklärtheit“, „Verklärung“, Verzückung“ sowie als der kunsthistorische Begriff zur Beschreibung von Personen in Ekstase zum Tragen kommt. Mit diesen Augenblicken höchster Hingabe assoziiert Sabine Jelinek einen persönlichen Zustand speziellen Aufnahmevermögens und den Gedanken an die Endlichkeit des eigenen Körpers.
(Textausschnitt: Martin Hochleitner, Triennale Linz 1.0, Gegenwartskunst in Österreich, Landesgalerie Linz, 2010)

Sabine Jelinek, geb. 1969 in Wien. 1993-99 Diplom-Studium an Akademie der bildenden Künste Wien, Bildende Kunst/Malerei und Graphik. 1997-98 Studium an der Universität der Künste Berlin, Multimedia. 1999 Diplom mit Auszeichnung, Bildende Kunst/Fotografie. 1999 Akademiefreundepreis der Gesellschaft der Freunde der Bildenden Künste Wien. 2008 Silvretta-Atelier, 2001-2018 Artists-Residencies in New York, Sydney, London, Rom, Paris, Budapest. 2008 Staatsstipendium für künstlerische Fotografie. Seit 2012 Kunst am Bau, Linz-Energie und Kunst im öffentlichen Raum im MQ Wien, seit 2018.

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Sabine Jelinek - Gelbblutig, 2005

Sabine Jelinek - Blutig mit weissem Turban, 2007